Eine gute Bandsäge oder Schleifmaschine hält Jahrzehnte, und der Gebrauchtmarkt ist voll davon. Die meisten Mängel an einer gebrauchten Maschine sind günstig zu beheben, wenn Sie vor dem Bezahlen davon wissen, und teuer, wenn Sie sie danach finden. Nehmen Sie diese Liste, eine Taschenlampe und ein Maßband mit und lassen Sie sich die Maschine laufend zeigen.
Vor dem Termin.
- Das genaue Modell erfragen. Bitten Sie um ein Foto des Typenschilds. Der Ratgeber Typenschild zeigt, worauf Sie achten sollten.
- Die Säge- oder Schleifbandgröße prüfen. Schlagen Sie das Modell bei BenchRefill nach. Ist die Größe dokumentiert, wissen Sie, was Sie kaufen müssen; ist es eine ungewöhnliche Länge, prüfen Sie, ob es Bänder darin noch zu kaufen gibt.
- Die Betriebsanleitung suchen. Viele Hersteller stellen Anleitungen und Ersatzteillisten online bereit. Eine Maschine ohne Anleitung und Ersatzteilliste ist schwerer am Laufen zu halten.
- Den Stromanschluss prüfen. Das Typenschild nennt Spannung und Phasen. Eine Maschine für Drehstrom (400 V) läuft nicht an einer normalen Steckdose; prüfen Sie, ob Ihre Werkstatt einen passenden Anschluss hat.
An einer Bandsäge.
- Bandagen. Öffnen Sie bei ausgeschalteter Maschine die Rollenabdeckungen. Die Gummibandagen auf den Rollen sollen glatt und fest sitzen, ohne Risse, Rillen oder flache Stellen. Ersatzbandagen gibt es für die meisten Sägen, sie kosten aber extra.
- Rollenlager. Bei gelöster Bandspannung jede Rolle am Rand hin- und herbewegen. Spiel oder ein raues Gefühl beim Drehen deutet auf verschlissene Lager.
- Bandspannung. Prüfen Sie, ob der Spannknopf die obere Rolle gleichmäßig über den ganzen Weg bewegt und die Feder nicht erlahmt ist. Eine Säge, die ein breites Band nicht spannen kann, trennt schlecht auf.
- Bandführungen und Stützrollen. Führungsklötze sollen eben und verstellbar sein, Rollen frei und leise laufen. Fehlende oder festgegangene Führungen sind bei alten Sägen häufig.
- Tisch und Schwenksegmente. Der Tisch soll sich leicht neigen, fest klemmen und am Sägeschlitz eben sein. Prüfen Sie, ob Tischeinlage und Schlitzstift vorhanden sind.
- Probelauf. Die Säge soll ohne Klopfen und Vibration laufen. Beobachten Sie das Band von vorn: Es soll ruhig laufen, nicht seitlich flattern. Ein Probeschnitt in einem Reststück sagt mehr als jede Beschreibung.
- Ausführung. Prüfen Sie, ob ein Erhöhungsblock oder ein anderer Umbau eingebaut ist; das ändert die Bandlänge. Siehe Erhöhungsblock.
An einem Bandschleifer.
- Rollen und Walzen. Sie sollen rund und glatt sein und frei laufen, ohne eingelaufene Rillen.
- Schleifplatte. Die flache Platte hinter dem Band soll eben sein, ein Kork- oder Grafitbelag intakt.
- Bandlauf und Bandspannung. Legen Sie ein Band auf oder sehen Sie dem Verkäufer dabei zu, und prüfen Sie, ob die Bandlaufeinstellung das Band bewegt und es mittig läuft.
- Motor und Schalter. Achten Sie auf raue Lagergeräusche und prüfen Sie, ob Schalter, Drehzahlregler falls vorhanden und Staubbeutel oder Absauganschluss funktionieren.
Das Zubehör einrechnen.
Ein neues Sägeband oder ein Satz Schleifbänder, Bandagen, Führungsteile und ein fahrbares Untergestell können eine günstige Maschine deutlich verteuern. Rechnen Sie sie zusammen, bevor Sie einen Preis vereinbaren; eine gepflegte Maschine mit Anleitung und Zubehör ist oft mehr wert als ein Schnäppchen, das alles braucht.
Die Säge- oder Schleifbandgröße der Maschine nachschlagen ↗︎