Die Zahnteilung wird bei Sägebändern meist in Zähnen pro Zoll (ZpZ, englisch TPI) angegeben: so viele Zahnspitzen sitzen auf 25,4 mm Band. Weniger, größere Zähne schneiden schneller und befördern mehr Späne aus dem Schnitt; mehr, kleinere Zähne schneiden langsamer und hinterlassen eine glattere Fläche. Welche Teilung passt, hängt vor allem von der Materialstärke ab.
Die Drei-Zähne-Regel.
Die übliche Regel lautet: Es sollen immer mindestens drei Zähne im Material sein. Sind es weniger, nimmt jeder Zahn zu viel auf einmal: Das Band hakt, der Schnitt wird rau, und Zähne können ausbrechen. Je dünner das Material, desto feiner also die Zahnteilung. Die gröbste Teilung, die noch drei Zähne im Schnitt hält, erhalten Sie, wenn Sie 3 durch die Materialstärke in Zoll teilen.
| ZpZ | Dünnstes Material mit drei Zähnen im Schnitt | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 3 | 1 Zoll 25,4 mm | Auftrennen und schweres Längsschneiden |
| 6 | 1/2 Zoll 12,7 mm | Allgemeine Arbeiten |
| 10 | 1/4 Zoll 6,4 mm | Dünnes Holz und Kurven |
| 14 | etwa 7/32 Zoll 5,4 mm | Noch dünneres Material |
Die ersten drei Zeilen folgen dem Sägeband-Ratgeber von Fine Woodworking; die letzte wendet dieselbe Regel an.
Die Regel gilt auch in die andere Richtung. In dickem Material füllen viele kleine Zähne ihre Zahnlücken mit Spänen, bevor diese den Schnitt verlassen. Das Band wird langsamer, heiß und kann das Holz verbrennen. Deshalb haben Sägebänder zum Auftrennen so wenige Zähne.
Zahnformen.
Der Spanwinkel ist der Winkel der Schneidfläche eines Zahns. Bei 0° steht sie rechtwinklig zum Band; ein positiver Winkel neigt sie nach vorn in den Schnitt, sodass der Zahn stärker greift.
- Normalzahn. Gleichmäßig verteilte Zähne mit 0° Spanwinkel. Glatte, genaue Schnitte in allen Holzarten und die übliche Form bei vielen Zähnen pro Zoll. Die kleinen Zahnlücken setzen sich beim schweren Längsschneiden zu.
- Lückenzahn. Ebenfalls 0° Spanwinkel, aber jeder zweite Zahn fehlt; die Zahnlücken sind dadurch viel größer und räumen Späne besser aus. Ein glatterer, weniger aggressiver Schnitt als mit Hakenzahn.
- Hakenzahn. Positiver Spanwinkel, oft etwa 10°, mit großen Zahnlücken. Schneidet aggressiv und schnell, hinterlässt aber eine rauere Fläche; eine häufige Wahl für dickes oder hartes Holz.
Variable Zahnteilung.
Sägebänder mit variabler Zahnteilung wechseln zwei Zahnabstände entlang des Bandes ab und werden mit zwei Werten verkauft, etwa 10/14 ZpZ. Die wechselnden Abstände verringern Schwingungen und Lärm, und ein Band deckt mehr Materialstärken ab. Bei Sägebändern für Metall und für Handbandsägen ist das verbreitet.
Metall schneiden.
Die Drei-Zähne-Regel gilt auch für Metall und ist bei Rohren, Winkeln und dünnem Blech am wichtigsten: Die Wand ist dünn, auch wenn das Werkstück groß ist. Sägebänder für Metall sind meist Bimetall-Bänder und feiner gezahnt als Bänder für Holz. Die Bandhersteller veröffentlichen eigene Tabellen nach Werkstoff und Wandstärke; nutzen Sie die Tabelle des Herstellers und die Schnittgeschwindigkeit, die die Betriebsanleitung Ihrer Säge für den Werkstoff nennt.
Bandwerkstoff.
Die Faustregel von Fine Woodworking: Kohlenstoffstahl für die meisten Hölzer, Bimetall für abrasive Hölzer und Hartmetall für sehr harte Holzarten und zum Auftrennen. Bimetall- und Hartmetallbänder kosten mehr und halten länger.
Was BenchRefill erfasst.
Die Zahnteilung ist eine Wahl für die Arbeit, keine Eigenschaft der Maschine; unsere Maschinenseiten nennen deshalb keine. Wo ein Hersteller das mitgelieferte Sägeband angibt, zeigt die Originalangabe es. JET nennt das mitgelieferte Sägeband der JWBS-9 „59-1/2" x 1/4" x 0.013" - 6TPI“. Für die Passform zählen die Bandlänge sowie Bandbreite und Bandstärke innerhalb des Bereichs, der für Ihre Maschine dokumentiert ist.
Die Sägebandlänge Ihrer Maschine finden ↗︎Quellen
- Roland Johnson, „Essential Bandsaw Blades“, Fine Woodworking Nr. 252, Januar/Februar 2016 (englisch).
- Jody Garrett, „Choosing the Right Bandsaw Blade“, Woodcraft, aktualisiert im April 2026 (englisch).